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Rundpinsel und Dynamik des Fliegenwurfes

Im Fliegenfischerforum verfolgte ich vor einiger Zeit eine Diskussion darüber, wie das Fliegenwerfen am besten gelehrt werden könne. Dabei fiel mir ein Beitrag auf, der sich speziell damit befasste, die Funktionsweise der Dynamik des Fliegenwurfs zu verdeutlichen. Dass sich die Geschwindigkeit der Rutenspitze bis zum Stopp steigern muss, ist schnell erklärt und wird auch schnell verstanden – jedoch kann sehr häufig der dafür erforderliche richtige Bewegungsablauf nicht umgesetzt werden. In den meisten Fällen beschleunigen die Wurfschüler viel zu ruckartig und zu früh, anstelle den Fliegenwurf langsam zu beginnen und die Geschwindigkeit bis zum Stopp zu steigern (s. auch Beitrag „Endgeschwindigkeit“).

Der Beitrag benutzte zur Verdeutlichung der Dynamik des Fliegenwurfs einen Rundpinsel, dessen Borsten mit Farbe getränkt sind. Der Pinsel soll nun so bewegt werden, dass die gesamte Farbe auf eine Wand geworfen wird. Es leuchtet ein: wird die Geschwindigkeit des Pinsels zu schnell oder ruckartig gesteigert, verlässt ein Großteil der Farbe die Borsten bereits während der Bewegung. Auf die Wand trifft dann, wenn überhaupt, nur ein Teil der Farbe. Wird hingegen die Bewegung des Pinsels langsam und gleichmäßig gesteigert und am Ende abrupt abgestoppt, dann verbleibt die Farbe bis zum Stopp in den Borsten des Rundpinsels. Die Farbe trennt sich erst vollständig beim Stopp von den Borsten und fliegt an die Wand. Dieser Vergleich verdeutlicht aus meiner Sicht die Dynamik des Fliegenwurfes gut.

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